Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung

  • Informationsveranstaltung am 23. Juli 2015
    Im Rahmen der erfreulicherweise gut besuchten Bürgerveranstaltung am 23. Juli 2015 stellte der Wirtschaftsgeograph Dr. Robert Leiner von der iq-Projektgesellschaft zunächst die Ergebnisse der in den vorausgegangenen Monaten erarbeiteten Standortanalyse vor.

    So zeigte er unter anderem auf, dass die steigende Einwohnerzahl Geisenhausens nicht von einem Geburtenüberschuss herrührt, sondern aus einem Wanderungsüberschuss stammt, den er auch nach Altersgruppen aufschlüsselte. Was Dr. Leiner besonders hervorhob, ist die weit überdurchschnittliche Beschäftigungsentwicklung am Wirtschaftsstandort Geisenhausen. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Jahre 2008 bis 2013 betrug hier zwischen 5 und 10 % jährlich und ist die höchste im gesamten südlichen Landkreis. 

    Im zweiten Teil seines Vortrags informierte der Referent über die zusammengefassten Ergebnisse der Bürgerbefragung, die übrigens eine sehr gute Rücklaufquote von über 43 % hatte. Im Ergebnis sei hier große Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld festzustellen, während z.B. bei Verkehrsbelastung, Verkehrssicherheit, Spielmöglichkeiten für Kinder und Treffpunkten im Freien Handlungsbedarf gesehen wurde. Während die Teilnehmer der Befragung das Sport- und Freizeitangebot der Vereine positiv beurteilten, sehen sie im Freizeitbereich außerhalb der Vereine Defizite. Genauso fehlt vielen ein ausreichendes und attraktives Angebot im Bereich Gastronomie und vor allem Außengastronomie. Weitere Auswertungen beschäftigten sich mit der Lebensqualität, und dem Einkaufsverhalten der Bürgerinnen und Bürger.

    Den zweiten Teil der Veranstaltung bestritt der Architekt und Stadtplaner Michael Leidl vom Büro Arc-Architekten. Er reflektierte zunächst die historische Siedlungsstruktur und Siedlungsentwicklung und ging anschließend auf die Verkehrsbeziehungen und die Verkehrsbelastung ein. Wertvollen städtebaulichen Strukturen wurden Bereiche mit städtebaulichen Mängeln gegenübergestellt. Es gebe im Ortsbereich nur wenige Grüngliederungselemente meinte Leidl und empfahl, auf kleinen Grünflächen Treffpunkte zu schaffen. Dabei habe die Kleine Vils ein hohes Potenzial für Angebote von Freizeitaktivitäten. Neben wichtigen informellen Wegeverbindungen erkannte er auch fehlende oder gestörte Wegebeziehungen. Chancen und Aufgaben bestünden unter anderem bei der Gestaltung einer einheitlichen Beschilderung, der Nutzung der "Nähe zum Wasser", die Verbesserung der Barrierefreiheit, neue Wohnformen und ressourcenschonendes Bauen. 

    Nach den Vorträgen nutzen die anwesenden Bürgerinnen und Bürger rege die Gelegenheit zum Gespräch mit den Referenten. Ausgiebig gefolgt wurde der Aufforderung, die eigenen Meinungen und Wünsche zu den einzelnen Themenkreisen des Gemeindelebens und der Ortsentwicklung auf vorbereiteten Plakaten niederzuschreiben. Außerdem werden die Zielsetzungen in verschiedenen Handlungsfeldern diskutiert. So fließen sowohl fachliche Aspekte, als auch die Aspekte, die von den Bürgerinnen und Bürgern genannt wurden, direkt in die Erarbeitung des Entwicklungskonzepts mit ein. Zu einem noch nicht genau festgelegten Termin wird dann eine weitere Bürgerveranstaltung folgen, über die rechtzeitig bekannt gegeben wird.

  • Informationsveranstaltung am 04. Februar 2016
    Den rund 150 Besuchern der Informationsveranstaltung am 04. Februar 2016 präsentierte zunächst Stadtplaner Michael Leidl vom Büro Arc Architekten aus Bad Birnbach die im Rahmen des ISEK-Prozesses ermittelten städtebaulichen Ergebnisse und Empfehlungen.

    Den zweiten Teil der Veranstaltung bestritt der Wirtschaftsgeograph Dr. Robert Leiner von der iq-Projektgesellschaft aus München. Er referierte über Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Marketing und Soziales. Beide zeigten konkrete Beispiele zur Verwirklichung in den nächsten Jahren auf. Nachfolgend kann die Präsentation aus der Veranstaltung aufgerufen werden.

Drucken